17.04.2020

Gedanken rund um Corona 

willyBLOGGT | Vol. 5:

Frag' nicht, was deine Firma für Dich tun kann. Frag', was Du für sie tun kannst. 

 


Ja, könnte sein, dass ich mit diesem Blog-Beitrag bei dem einen oder anderen anecken werde. Wenn dem so ist, dann ist es gut so. Ein klein wenig zu provozieren, ist ja nicht schlecht. Es veranlasst im günstigen Fall zum Nachdenken, im ungünstigen Fall zum Ärgern. Wer was daraus macht, das sei jedem selbst überlassen.

Die Geschichte, die ich heute erzählen will, ist die Geschichte von Mitarbeitern und Chefs, von Loyalität und Gleichgültigkeit, von Hoffen und Bangen, von Solidarität und Egoismen. Und die Geschichte beginnt mit einer Frage, die ich mir dieser Tage gestellt habe: Darf ein Chef die Erwartung haben, dass auch er und sein Engagement wertgeschätzt werden? Oder ist das vermessen? Muss er nicht eher derjenige sein, der wertschätzt, seine Leute bei Laune hält und immer den starken Maxe markiert? Was meint Ihr?

Wollt Ihr wissen, wie ich das sehe? Nun, ich weiß aus eigener Erfahrung :-) Auch ein Chef ist ein Mensch. Ein Mensch, der Ängste und Sorgen hat, dem die Corona-Kacke ordentlich an die Nieren geht. Ein Mensch, der alles versucht, den Laden durch die stürmische See zu manövrieren. Und zwar so, dass keiner über Bord geht. Klar, muss er vorangehen. Dafür ist er der Chef, der Kapitän. Aber auch ein Kapitän ist nichts ohne eine Crew. Und die funktioniert auch nur, wenn sie an einem Strang zieht und den Kapitän akzeptiert, respektiert und wertschätzt. Die Metapher vom Schiff ist da ein ganz gutes Bild. Immerhin impliziert es, dass wir alle in einem Boot sitzen.

Wenn wir alle, Chefs, Mitarbeiter – aber auch die Kunden und Geschäftspartner – das begreifen und verinnerlichen, dann haben wir vieles erreicht. Jeder muss seinen Teil dazu beitragen, manchmal auch ein wenig mehr als sonst. Wer das „Opfer bringen“ nennt, der kann das tun. Von mir aus. Für mich sind es aber keine Opfer, für mich ist es ein solidarischer Akt. Deshalb mein eingangs zitierter Spruch. Statt Firma könnte hier auch Kunde, Partner, Mitarbeiter – die Liste ließe sich beliebig fortsetzen – stehen. Das ist relativ unwichtig. Wichtig ist die Haltung, die damit verbunden ist. Und die heißt anders ausgedrückt: Nicht ich, sondern wir! Nur das zählt!

Bleibt gesund und solidarisch!

Euer Willy


Willy Schredl beschäftigt in seinem Planungsbüro für Haustechnik 22 Mitarbeiter*innen und ist das, was man gemeinhin das Rückgrat der Wirtschaft nennt – ein Mittelständler. Privat ist er ein passionierter Rennradfahrer, engagiert sich bei der Fürther Tafel, ist in einem Kirchenvorstand und betrachtet den Ronhof als sein zweites Wohnzimmer :-). Und warum jetzt das Bloggen? Weil es ihm ein Bedürfnis ist. Weil er seine Gedanken zu dem einen oder anderen Thema teilen und diskutieren will. Mehr nicht!

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Kommentare

23.04.2020, 18:29

Hallo Herr Schredl, super Beitrag-trifft genau den berühmten Nagel:) Ich kann mich nur anschließen!!

19.04.2020, 16:00

Mensch du bist.ja echt ein wortgewander schreiber und denker .block.,5 gefällt mir sehr gut .hast eine gute haltung eingenommen. Bleib weiter solidarisch. Das steht dir gut .privat. wie geschäftlich grus von mir

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