30.04.2020

Gedanken rund um Corona 

willyBLOGGT | Vol. 7:

Die Dummheit stirbt nicht aus. Auch durch das Virus nicht. 

 


Dummheit bezeichnet, so der Eintrag bei Wikipedia, einen Mangel an Intelligenz und eine daraus resultierende törichte Handlung. Klingt logisch, oder? Allerdings wird aus der Definition nicht ganz klar, welcher Art die mangelnde Intelligenz ist. Ist damit die rationale oder auch die emotionale Intelligenz gemeint?

Wenn ich mir einige Ereignisse der letzten Wochen anschaue, dann zweifle ich grundsätzlich an beiden Formen der Intelligenz einiger Zeitgenossen. Nehmen wir doch mal das Beispiel Adidas. Ich könnte auch Puma, Deichmann, Mediamarkt, Saturn, KiK … nennen. Wie bekloppt muss man sein, dass man mit einer einzigen Ankündigung seine Marke, die man Jahrzehnte aufgebaut hat, einfach mal so kaputt macht? Ziemlich bekloppt, finde ich! Viel schlauer sind allerdings die moralinsauren Boykott-Aufrufe einiger Politiker und Kunden auch nicht. Denn: Sie müssen sich zumindest fragen lassen, wo ihr Aufschrei war, als Meldungen über Kinderarbeit und Menschenrechtsverletzungen in ihren Produktionsländern über die Nachrichtenticker liefen. Das aber nur so nebenbei :-). 

Eigentlich wollte ich Euch ja noch ein paar Beispiele für Dummheit nennen. Okay, auf den Twitter-Präsidenten, der eine Quarantäne lange für überflüssig hielt und das Trinken von Desinfektionsmittel für das Mittel der Wahl hält, muss ich nicht weiter eingehen. Aber auch hierzulande gibt es Vertreter der Politiker-Zunft, die nichts Besseres zu tun haben, als die Lockerung der Maßnahmen damit zu begründen, dass wir damit nur Menschen retten würden, die sowieso bald sterben würden.

Diesen Hirnheimern empfehle ich, sich mal in ein Krankenhaus oder ein Seniorenheim zu begeben und sich die Realität anzuschauen. Vielleicht macht’s dann ja wenigstens Klick. Das gilt auch für die, die durch die Ausgangseinschränkungen per se die Grundrechte gefährdet sehen. Leute, merkt Ihr nicht, wie albern das ist? Es geht nach wie vor um nicht weniger als das Ganze. Wer das immer noch nicht begriffen hat, ist – sorry – bescheuert.

Wenn ich mir das alles so vor Augen führe, habe ich nicht so eine große Hoffnung, dass wir nach Corona eine andere Welt haben werden. Leider bestätigen mich die Erfahrungen nach 9/11, nach der Finanzkrise und anderen großen Einschnitten. Danach hat sich nämlich ebenfalls nichts geändert.

Trotzdem bleibe ich ein optimistischer Mensch. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt – aber nur, wenn zuvor die Dummheit ins Gras beißt!

Bleibt gesund und achtsam!

Euer Willy


Willy Schredl beschäftigt in seinem Planungsbüro für Haustechnik 22 Mitarbeiter*innen und ist das, was man gemeinhin das Rückgrat der Wirtschaft nennt – ein Mittelständler. Privat ist er ein passionierter Rennradfahrer, engagiert sich bei der Fürther Tafel, ist in einem Kirchenvorstand und betrachtet den Ronhof als sein zweites Wohnzimmer :-). Und warum jetzt das Bloggen? Weil es ihm ein Bedürfnis ist. Weil er seine Gedanken zu dem einen oder anderen Thema teilen und diskutieren will. Mehr nicht!

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